Elternbeirat OvTG


Praktikumsbörse

Auch in diesem Jahr möchte die Arbeitsgruppe Praktika des Elternbeirats Ihnen die Aktion „Schnupperpraktikum“ vorstellen.
Wir bieten für die SchülerInnen ab der 9. Klasse eine Börse für freiwillige Ferienpraktika und Ferienjobs:
Elternbeirat OvTG - Praktikumsbörse
Hintergrund unserer Überlegungen ist, dass wertvolle Erfahrungen in der Berufswelt bei den Abiturienten/innen oftmals bis zum Beginn der Berufswahl nicht erlebt worden sind.

Folgende Fragen werden oftmals erst spät gestellt:

  • Welches Tätigkeitsfeld interessiert mich?
  • Worüber wollte ich immer schon einmal Genaueres wissen?
  • In welchen Beruf wollte ich schon immer mal reinschnuppern?
  • Wo wollte ich immer schon einmal mitmachen?
  • Was wollte ich immer schon einmal herstellen?

Ein weiterer Vorteil wäre, dass die SchülerInnen durch die zusätzliche Praktikumserfahrung das Thema für ihr P-Seminar in der Oberstufe gezielter auswählen können!

In Zusammenarbeit mit der Schule, ist es dem EB-Team „Praktika“ gelungen, eine stattliche Anzahl an Praktikastellen rund um Gauting zusammenzutragen, so dass interessierte SchülerInnen, vor allem der 9. Jahrgangsstufe, die Chance haben, zusätzlich vor dem Betriebspraktikum in der Q11 in den Ferien ein freiwilliges Schnupperpraktikum zu absolvieren.

Alle Informationen finden Sie auf unserer Website:

http://ovtgpraktikumsboerse.wordpress.com/

Gerne ergänzen wir unsere Praktikumsbörse auch um neue Angebote! Bitte melden Sie sich jederzeit bei uns!

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LEV Info April 2014 / Stimmen zur Diskussion G8/G9

Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern e.V.
– Die Vorsitzende –
Mitgliederrundschreiben – Nr. 5/2014 – 4. April 2014
Rückblick auf die Mitgliederversammlung
Ausblick auf das kommende Jahr

Liebe Mitglieder;
auf der Mitgliederversammlung 2014 am vergangenen Wochenende in Augsburg haben wir mit den anwesenden Delegierten lange darüber diskutiert, welche gymnasiale Bildung wir als Eltern für die Zukunft unserer Kinder wollen.
Grundsätzlich sind wir uns einig: Wir wollen das Beste für unsere Kinder und das heißt, auch hier sind wir uns einig: guter Unterricht, der nachhaltiges Wissen vermit-telt, das unsere Kinder zu einem guten Abitur führt und ihnen dann den Weg in und durch ein Studium ihrer Wahl ermöglicht.
Allerdings sind die Vorstellungen über den Weg zu diesem Ziel unterschiedlich; die Frage, auf die sich alles in der Öffentlichkeit fokussiert, ist die Debatte um das System, um G8 oder G9 geworden.
Dabei geht es doch zuallererst um Verbesserungen der Unterrichtsorganisation. Unsere Kinder sollen doch frühzeitig lernen, Verantwortung für ihr Lernen zu tragen.

  • Wir fordern z.B. angesagte kleine Leistungsnachweise für alle, da die Erfahrung an den Schulen, die das schon lange durchführen, sehr positiv ist, die Kinder kommen damit gut zurecht.
  • Wir wollen in der Unterstufe deutliche Verbesserungen in der Methoden- und Sprachförderung,für die Mittelstufe die Wahlfreiheit für mehr Zeit und
    in der Oberstufe die Möglichkeit zu mehr Profilbildung und – damit verbunden – zu mehr Auswahl in den Abiturfächern.
  • Unsere Kinder wollen lernen und auch die Verantwortung dafür übernehmen, aber man muss ihnen bei diesem Prozess die dafür notwendigen Methoden beibringen und ihnen die nötige Wahlfreiheit überlassen!

Im Moment werden nur Konzepte zur reinen Verlängerung diskutiert, ohne die inhaltlichen Schwächen aufzugreifen. Das Volksbegehren der FW, das Eltern ermöglichen will, in der 4. Klasse zu entscheiden, ob das Kind 8 oder 9 Jahre auf das Gymnasium gehen soll – eine scheinbar wunderbare Wahlfreiheit für Eltern, die damit aber schon vor dem Eintritt des Kindes ins Gymnasium gezwungen werden zu entscheiden, was für ihr Kind am besten ist – ohne zu wissen, wie ihr Kind am Gymnasium zurechtkommen wird. Zudem führt diese Wahlfreiheit für kleine Gymnasien am Land zu einer Zerreißprobe und wird letztendlich wieder auf Kosten der Wahlfreiheit unserer Kinder enden.
Wir haben in den letzten Jahren in mehreren „runden Tischen“ gemeinsam mit allen Verbänden das Konzept der individuellen Förderung erarbeitet und kontinuierlich ausgebaut. Ziel war es hierbei, immer dann den Kindern, wenn sie Unterstützung oder Hilfe beim Lernen brauchen, die Möglichkeit zu geben, fachlich fundierte Förderung durch die Lehrer zu bekommen. Dabei ist auch die Idee des Flexibilisierungsjahres in der Mittelstufe entstanden als Option für Einzelne und als „Joker“ für die Q11.
Nun hat der bpv Eckpunkte eines Konzeptes vorgelegt, das für alle eine Verlängerung der gymnasialen Schulzeit auf 9 Jahre vorsieht – mit der Option, für die besonders Guten ein Jahr „zu springen“, unterstützt durch Addita, in denen sich diese Schüler in Zusatzkursen auf den schnelleren Weg in die Oberstufe machen. Allerdings ist das die „Umkehr“ des Flexibilisierungsjahres, da auch hier die Schüler den Klassenverband in der neunten Klasse verlassen müssen, um ohne mittleren Schulabschluss eine Klasse „höher“ zu landen.
Ganz abgesehen davon, dass 9 Jahre Regelschulzeit am Gymnasium auch bedeutet, dass es wieder einen neuen Lehrplan geben wird, der auf 9 Jahre angelegt ist und durchaus auch mehr Inhalte aufweisen wird.

Doch die individuelle Möglichkeit sich für mehr Zeit am Gymnasium zu entscheiden, muss möglich sein, das ist die logische Weiterentwicklung der individuellen Förderung und des Flexibilisierungsjahres.
Hierzu haben wir uns viele Gedanken gemacht und möchten mit dem Vorsitzenden der bayerischen Direktorenvereinigung ein Konzept entwickeln, das Eltern ermöglicht zu wählen, ob ihr Kind die Mittelstufe in 3 oder 4 Jahren durchlaufen soll.
Mitte der 7. Klasse haben die Kinder schon Erfahrung mit dem Gymnasium gemacht, begonnen zwei Fremdsprachen zu erlernen und wir als Eltern können ganz gut abschätzen, wie sie zurechtkommen. Wir entscheiden mit unseren Kindern zusammen, welches Profil sie in der Mittelstufe belegen und können nun – so unsere Idee – auch wählen ob Ihr Kind dafür 3 oder 4 Jahre Zeit braucht. Diese Wahl ist keine Änderung am System, es gibt also keinen neuen inhaltreicheren Lehrplan. Konkret bedeutet das gerade für die Kinder, die unter Belastung und Stress leiden, dass Eltern nun die Entschleunigung wählen können. Der Lehrplan von 3 Jahren wird real auf 4 Jahre gestreckt, die Bücher nicht in 3 sondern in 4 Jahren durchgearbeitet. Die Schule stellt dann nach der Wahl der Eltern – also Profil und Zeit – die Klassen zusammen. Dabei müssen die Kinder den in der 8. Klasse neu gebildeten Klassenverbund in der Regel bis zur Oberstufe nicht mehr verlassen! Kein Kind muss einzeln als Neuer in eine Klasse, weder weil es besser, noch weil es schlechter ist als der Durchschnitt!

Wir sind uns hierbei durchaus bewusst, dass nicht alle Wahlmöglichkeiten auch „erfüllt“ werden können, Eltern also unter Umständen von der Schule informiert werden könnten, dass sie sich entscheiden müssen, ob es ihnen wichtiger ist ihrem Kind mehr Zeit zu geben oder ein bestimmtes Profil.

Mit freundlichen Grüßen
gez.
Susanne Arndt © LEV 2014


PM der Direktorenvereinigung zum Konzept des bpv
Nürnberg, 26. März 2014

„Der große Wurf ist das nicht.“
Karl-Heinz Bruckner, Vorsitzender der Direktorinnen und Direktoren der Bayerischen Gymnasien (BayDV*), kommentiert die heute vom Bayerischen Philologenverband vorgestellten Eckpunkte für ein verlängertes Gymnasium:
„Wenn man feststellt, dass 70 Prozent der Schülerinnen und Schüler mit dem G8 gut zurecht kommen und 30 Prozent Schwierigkeiten haben, wie sinnvoll ist es dann, für 100 Prozent ein G9 zu fordern?
Rein optisch sieht das Konzept schick aus. Man darf gespannt sein, was davon übrig bleibt, wenn es um konkrete Inhalte, Kosten und Stundentafeln geht. Die bayerischen Direktorinnen und Direktoren bieten weiterhin ihre Erfahrungen und Kompetenz im nun einsetzenden Dialogprozess an.
Im Gegensatz zum Bayerischen Philologenverband haben die Schulleiter alle Schülerinnen und Schüler im Blick, auch die der Unterstufe. Denn bereits die ganz Kleinen gilt es individuell zu fördern, dann haben sie bessere Voraussetzungen, wenn sie in die Pubertät kommen.»

Wenn man feststellt, dass 70% mit dem G8 gut zurecht kommen, und maximal 30% Schwierigkeiten haben, ist es dann sinnvoll, für 100% ein G9 zu fordern und den 70% zu sagen, ihr könnt ja ein Jahr überspringen, wenn ihr wollt? Mit Vernunft hat das wenig zu tun, eher mit Rechthaberei. Vernünftig wäre, das G8 zu lassen und den 30% die Möglichkeit zu geben, ein Jahr länger in Anspruch zu nehmen.
Diese Möglichkeit könnte das Flexibilisierungsjahr eröffnen, es wurde immerhin auch von einigen hundert Schülerinnen und Schülern im ersten Jahr in Anspruch genommen. Man kann es bekriteln: freiwilliges Sitzenbleiben, die Schüler müssen ihre Klasse verlassen. Man kann es aber auch ausbauen, z. B. die Unterstufe für Schülerinnen und Schüler, die mit individuellen Problemen an das Gymnasium kommen, um ein Jahr strecken. Kinder mit Migrationshintergrund könnten dann z. B. im Fach Deutsch besser gefördert werden. Die zweite Fremdsprache könnte in ihrer Progression verringert werden. Schüler mit Verhaltensauffälligkeiten könnten mit einem Verhaltenstraining besser integriert werden. Man könnte sich auch eine Streckung der dreijährigen Mittelstufe auf vier Jahre vorstellen. Eltern entscheiden in der Jahrgangsstufe 7, ob ihr Kind eine drei- oder vierjährige Mittelstufe durchlaufen soll und zwar nach konkretem Bedarf und nicht schon von Vornherein aus bloßer Vorsicht. Das wäre eine echte Wahlmöglichkeit, die sich an den Kindern und nicht am System orientiert.
*Die BayDV vertritt den Großteil der Schulleitungen an den 413 Gymnasien in Bayern.
Ca. 387.000 Kinder und Jugendliche besuchen diese Schulart.
http://www.baydv.de


Aktuelle Pressemeldung des BEV – Rückkehr zum G9 gefährdet die Bildung

03.04.2014 Pressemitteilung erstellt von Bayerischer Elternverband e. V.

BEV fordert neues Lern- und Leistungskonzept am Gymnasium

Die bloße Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium gefährdet nach Ansicht des Bayerischen Elternverbands die Qualität der gymnasialen Bildung. Zwar fordere bei Umfragen die große Mehrheit der Eltern ein neunjähriges Gymnasium. „Kinder und Eltern leiden am Gymnasium und denken, sie litten am G8. Dass das Elend des bayerischen Gymnasiums ein grundsätzliches ist und nichts mit der Zahl der Jahre bis zum Abitur zu tun hat, wissen sie nicht“, sagt Maria Lampl, die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands.

Die Staatsregierung dürfe nicht der Versuchung erliegen, die Öffentlichkeit durch eine Rückkehr zum G9 ruhig zu stellen. Dabei bestehe die Gefahr, dass sich am Lern- und Leistungskonzept des Gymnasiums auf Jahre hinaus nichts ändert. Der BEV begrüßt deshalb die Absicht des Bildungsministeriums, über die Qualität des Gymnasiums zu sprechen und nicht primär über die Dauer.

Das Volksbegehren der Freien Wähler unterstützt der BEV nicht. „Es genügt nicht, einfach wieder ein Jahr dranzupappen und die Mittelstufenschüler mittags nach Hause zu schicken“, sagt Lampl. „Davon wird das Gymnasium nicht besser.“

Bei Fragen zu dieser Pressemitteilung wenden Sie sich bitte an
Ursula Walther, Bayerischer Elternverband e.V.


Elternsprechtag OvTG 29. April 2014

Liebe Eltern,

von der Schulleitung haben Sie schon vor einigen Tagen die Einladung und den Laufzettel zum 2. Elternsprechtag bekommen. Da dieses Mal Ostern erst Mitte April ist und Anfang Mai schon das schriftliche Abitur beginnt ( an jeder Schule ein Ausnahmezustand) musste der Elternsprechtag direkt im Anschluss an die Ferien auf

Dienstag, den 29. April 2014, von 16.30 – 19.30 Uhr gelegt werden.

Daher bitten wir ein drittes und letztes Mal in diesem Schuljahr um Kuchenspenden (oder ähnliches) für das ElternCafe damit wir alle alle gut versorgen können.

Der Elternbeirat wird im „ElternCafe“ zudem kalte Getränke, Kaffee und Tee bereit halten.

Die großzügigen KuchenspenderInnen bitte bei : Jasmin.Klingan@gmail.com oder eltern@ovtg.de melden – das erleichtert uns die Organisation.

Bitte verwenden Sie für die Kuchen keine frische Sahne oder rohe Eier, aus hygienischen Gründen dürfen wir diese nicht annehmen und verkaufen.

Wir danken Ihnen ganz herzlich für Ihre Unterstützung und freuen uns auf Ihren Besuch im ElternCafe, wo Sie auch die Gelegenheit haben werden, die Mitglieder des Elternbeirates zu treffen und sich über unsere Arbeit zu informieren.

Ihr Elternbeirat


Neu: Praktikumsbörse

Die Arbeitsgruppe Praktika des Elternbeirats möchte Ihnen unsere Aktion „Schnupperpraktikum“ vorstellen.
Wir bieten für die SchülerInnen ab der 9. Klasse eine Börse für freiwillige Ferienpraktika und Ferienjobs:
Elternbeirat OvTG - Praktikumsbörse
Hintergrund unserer Überlegungen ist, dass wertvolle Erfahrungen in der Berufswelt bei den Abiturienten/innen oftmals bis zum Beginn der Berufswahl nicht erlebt worden sind.

Folgende Fragen werden oftmals erst spät gestellt:

  • Welches Tätigkeitsfeld interessiert mich?
  • Worüber wollte ich immer schon einmal Genaueres wissen?
  • In welchen Beruf wollte ich schon immer mal reinschnuppern?
  • Wo wollte ich immer schon einmal mitmachen?
  • Was wollte ich immer schon einmal herstellen?

Ein weiterer Vorteil wäre, dass die SchülerInnen durch die zusätzliche Praktikumserfahrung das Thema für ihr P-Seminar in der Oberstufe gezielter auswählen können.

In Zusammenarbeit mit der Schule, vertreten durch Herrn Feineis und Herrn Fontain, ist es dem EB-Team „Praktika“,  Frau Wittmann und Frau Noeller-Granget, gelungen, eine stattliche Anzahl an Praktikastellen rund um Gauting zusammenzutragen, so dass interessierte SchülerInnen, vor allem der 9. Jahrgangsstufe, die Chance haben, zusätzlich vor dem Betriebspraktikum in der Q11 in den Ferien ein freiwilliges Schnupperpraktikum zu absolvieren.

Alle Informationen finden Sie auf unserer Website:

http://ovtgpraktikumsboerse.wordpress.com/


LEV Mitgliederrundschreiben – Nr. 13/2013

 Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern e.V. 

– Der Vorstand – 

Mitgliederrundschreiben – Nr. 13/2013 – 12. Dezember 2013 

Das bayerische Gymnasium 

 

Sehr geehrte Mitglieder, liebe Eltern;

der Wandel am Gymnasium ist nicht mehr durch die Verkürzung der gymnasialen Schulzeit um ein Jahr geprägt, sondern vor allem durch die Gegebenheiten der Gesellschaft. Deutlich mehr Kinder eines Jahrganges besuchen das Gymnasium, immer öfter arbeiten beide Eltern, die Heterogenität in den Klassen steigt zunehmend und vieles mehr. Das sind neue Herausforderungen, denen die Gymnasien in den letzten Jahren gegenüberstanden und immer noch stehen, darauf müssen wir eine Antwort geben.

Der Heterogenität in den Klassen kann nur mit einem mehr an Individualismus entgegen gewirkt werden. Deshalb war die deutliche Erweiterung der individuellen Förderung eine zentrale Forderung der LEV in den Verhandlungen zur Weiterentwicklung des Gymnasiums im vergangenen Jahr.

Hier ist aus unserer Sicht der erste Schritt getan. In diesem Schuljahr hat jede Schule zum ersten Mal eine Stundenzuweisung außerhalb des Budgets erhalten, um Wege zur individuellen Förderung zu entwickeln, Konzepte für die Schule zu erstellen und auf die einzelnen Schüler zuzugehen. Im kommenden Schuljahr wird die Zahl der Stunden nochmals erhöht, bis allen Schulen in etwa 24 Stunden zusätzlich – ausschließlich für die individuelle Förderung – zur Verfügung stehen. Das so genannte Flexibilisierungsjahr ist nur ein kleiner Baustein der individuellen Förderung, auch wenn er immer groß ausgebreitet wird, und das Er-reichte ist aus unserer Sicht nur ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Bevor diese Maßnahmen in den Schulen überhaupt greifen konnten, die Wirksamkeit des Frühwarnsystems, die Bausteine der individuellen Förderung zusätzlich zu den Intensivierungsstunden und die Akzeptanz des Flexibilisierungsjahres evaluiert werden kann, hat der bayerische Philologenverband (bpv) in seiner Mitgliederversammlung in Amberg die Rückkehr zum G9 gefordert. Wie Sie alle wissen (RS 10-2012 Ergebnisse des Runden Tisches) haben wir zusammen mit dem bpv, der bayerischen Direktorenvereinigung und dem Kultusministerium in vielen Runden und intensiver Diskussion ein Konzept erarbeitet, das dann nach zwei Sitzungen mit dem Ministerpräsidenten Horst Seehofer von allen Beteiligten be-schlossen worden ist. Insofern verwundert dieser erneute Vorstoß des bpv doch ein wenig, spiegelt er doch wider, dass der Verband nicht bereit ist, den geschlossenen Kompromiss mitzutragen – und unsere bayerischen Abiturienten für nicht studierfähig hält.

An dieser Stelle gilt es, den engagierten, guten Lehrern zu danken, die es entgegen der offiziellen Meinung des Verbandes geschafft haben, „ihre“ Schülern in 8 Jahren zur Hochschulreife zu führen, ihnen nicht nur Freude am Lernen vermittelt haben sondern auch eine gute, solide Basis an Grundwissen mitgegeben haben. Diese Basis der bayerischen allgemeinen Hochschulreife ermöglicht den Abiturienten an der Universität nicht nur zu bestehen, sondern auch erfolgreich ihren Weg zu gehen. Gerade für diese Lehrer ist es notwendig, weiter an strukturellen Verbesserungen zu arbeiten, um ihnen bessere Arbeitsbedingungen vor Ort zu bieten. So ist es durchaus ein Ansatz, Stunden im Budget zu verorten, damit engagierte Lehrer nicht immer in ihrer Freizeit Konzepte für modernen Unterricht erarbeiten müssen – als Beispiel möchte ich hier die alte Forderung von uns Eltern nennen: Nutzung von Synergieeffekten im Unterricht und Verzahnung von Fächern. Hier ist ja jede Art von Verbindung vor-stellbar, aber so etwas geht nicht über Nacht, sondern muss von Lehrern und Fachschaften erarbeitet werden. Dafür sollen sie durchaus Anerkennung in Form von Arbeitsstunden bekommen.

Die Politik auf dem Rücken unserer Kinder wird langsam unerträglich. Wir Eltern fällen die Entscheidung, welche Schule unser Kind besuchen soll, doch nicht nach der Anzahl der Jahre, die es auf dieser Schule verbringen wird. Uns Eltern ist es vor allem wichtig, dass es unseren Kindern am Gymnasium gut geht, dass sie gut auf ihr Leben vorbereitet werden, viel lernen, ohne dabei gestresst zu sein, und sich am Ende gerne an ihre Schulzeit erinnern.

Dabei ist uns die Rückmeldung der Lehrer über unsere Kinder wichtig. Wir hören auf das, was der Lehrer sagt, und ist das Urteil negativ, sind wir betroffen und versuchen, unseren Kindern zu helfen. Wir geben viel Geld für Nachhilfe jeder Art aus und unterstützen unsere Kinder, wo es geht.

Das sollte aber nicht notwendig sein: In den guten Gymnasien, und davon gibt es viele, ist ein Frühwarnsystem selbstverständlich, bekommen die Schüler Material an die Hand, das ihnen hilft eventuell aufgetretene Lücken zu schließen. Der besonders begabte Schüler wiederum bekommt Wege gezeigt, wie er sich „Futter“ holen kann, um seine Begabung zu stärken – kurz gesagt, die Schüler werden individuell gefördert.

Die Errungenschaften der letzten Jahre dürfen auf gar keinen Fall verloren gehen:

Die Schule der Zukunft liegt im Wechsel von Lern- und Lehrphasen. Chancengerechtigkeit setzt voraus, dass das Lernen in den Unterricht implementiert ist und nicht vom Elternhaus abhängt. Die Begabungen der Kinder müssen nicht nur mehr gefördert werden, sondern sich auch in Begabungsprofilen in der Oberstufe widerspiegeln können.

Die individuelle Förderung des Einzelnen muss im Vordergrund stehen, dafür brauchen die Lehrer Zeit, aber kein neuntes Schuljahr.

Mit freundlichen Grüßen

gez.

Die Vorsitzenden:

Susanne Arndt und Rainer Kleybolte © LEV 2013